ringelblumeCalendula ist der lateinische Name der Ringelblume und es gibt wohl kein Kräuterbuch, in dem sie nicht den ihr gebührenden Platz einnimmt. Diese anspruchslose Gartenpflanze leuchtet förmlich mit ihren knalligen Orange- und Gelbtönen aus dem Blumenbeet. Sie erwärmt und erheitert unser Gemüt mit ihrer sonnigen Ausstrahlung vom frühen Sommer bis spät in den Herbst hinein.

Die Farbe orange regt unsere Kreativität an und macht uns wach und lebendig. Jedes Sommermenü bekommt eine Aufwertung, wenn man die Tellerränder mit den essbaren, orangefarbenen Blütenblättern der Ringelblumen verziert. Zudem wurde die Ringelblume schon im Mittelalter zur Unterstützung von Leber und Darm empfohlen. Doch auch heute noch schreibt man dieser Blume eine Vielzahl heilsamer Wirkungen zu.
Da sie wärmend und krampflösend wirkt, verwendet man sie bei Asthma, Husten, Schlaflosigkeit und Angstzuständen. Vor allem ist jedoch ihre balsamische und regenerierende Wirkung zu erwähnen. Diese findet nicht nur auf körperlicher Ebene statt (z. B. bei der Wundheilung), sondern auch im psychischem Bereich. Die Ringelblume hat vernarbende, zellerneuernde Eigenschaften und wird äußerlich eingesetzt bei Quetschungen, Frostbeulen, Hämorriden, Ekzemen und Geschwüren. Erfolgreich wird sie auch bei Entzündungen der Haut oder der Schleimhäute verwendet.
Aus diesem Grund ist sie nicht nur wichtiger Bestandteil unserer Haut-Mischung, sondern auch eine beliebte Heilpflanze für viele Salbenrezepte.

Ein einfaches Rezept, das sich sehr gut zur Linderung von entzündlichen Hautpartien eignet möchte ich nun vorstellen:

Als Grundlage verwendet man Ghee, das ist Butterschmalz aus Biobutter. Man gewinnt diese Substanz durch leichtes Erwärmen der Butter, wartet ab, bis die Eiweißanteile weiß ausflocken und gießt dann die flüssige Masse durch ein mit Küchenkrepp ausgelegtes Sieb, sodass die Eiweißanteile ausgefiltert werden. Die verbleibende goldgelbe klare Flüssigkeit ist unsere Salbengrundlage, die jetzt länger haltbar ist (max. ein Jahr).
Man kann gleich mehr Ghee zubereiten, denn dies eignet sich auch hervorragend zum Kochen. Für unsere Salbe reicht die gewonnene Menge aus ca. 125 g Butter.

Dazu gibt man ca. 5 zerkleinerte Blütenköpfe der Ringelblume, 2 - 3 Blüten von Schafgarbe und 2 - 3 Blätter von Gänsefingerkraut.
Man erwärmt die Butterpflanzenmasse drei mal und lässt sie dazwischen immer wieder erkalten. Nach dem letztem Erhitzen filtert man die Pflanzenteile ab und giesst die goldgelbe Salbe in leere gereinigte Cremedöschen, oder in ein kleines Marmeladenglas und lässt sie so wieder erkalten - fertig.

Bitte beachten Sie, dass es sich hier um Erfahrungswerte aus der Naturheilkunde handelt. Die Ringelblume gehört zu der Familie der Korbblütler und leider sind mittlerweile einige Menschen dagegen allergisch - vielleicht vorsichtig erst an kleineren Hautstellen testen. Dies ist auch kein Tipp  vom Arzt oder Apotheker,  also auf eigene Verantwortung ausprobieren.


 

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