Der Würzburger Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde hat Efeu (Hedera Helix L.) zur Heilpflanze des Jahres 2010 gekürt.
Der Efeu gehört zu der Pflanzenfamilie der Araliacae, deren Heimat vorwiegend auf der südlichen Erdhalbkugel in Tropenwäldern zu suchen ist. Er ist die einzige Pflanze dieser Gattung, die in Europa zu finden ist, außerdem noch in Asien und Nordafrika.
Hedera ist eine Kletterpflanze, die an Bäumen empor rankt und sich dort mit ihren Haftwurzeln festhält, ohne sich Nahrung aus den Bäumen zu holen (wie etwa die Mistel). Im Wald breitet sich der Efeu auch am Boden aus. Man sagt, der Efeu wächst an Störplätzen (an Wasseradern, oder Ähnlichem) und dies ist der Grund, weshalb man nicht nahe bei einem Efeu schlafen soll. Eine ausgewachsene Efeupflanze wird weit über 100 Jahre alt und ca. 20 Meter hoch.
Das Interessante an ihr ist, dass sie verschiedene Blattformen aufweist. Hier finden wir verschiedene Hinweise auf die Wesenskraft des Efeus (genauso wie auch von seinem Standort), die aus der Signatur abgelesen werden können:
Die ganz jungen Blätter (Keimblätter) und dann die ganz hoch oben zum Himmel ragenden haben eine Dreiecksform (gilt in der alten Lehre der Signaturen als Symbol für das Geistige). Dazwischen sind die fünfeckigen, für den Efeu bekannten Blattformen, die von hellen Adern sternenförmig durchzogen sind. Diese sind ein Symbol für den Menschen, in seiner höchsten, entwickelten Form. Der Efeu war dem Bacchus, dem Gott des Weines heilig. Im alten Griechenland wurde mit Efeu stets nur der Kopf bekränzt, niemals andere Körperregionen (wie das z. B. mit Weinlaub üblich war). Es ging um das Bild, in der Jugend die Reife und Weisheit des Alters zu erlangen (Symbol ist dafür die Dreiecksform der jungen Blätter) und im reifen Alter die Lebensfreude der Jugend zu behalten und Erkenntnis über das Dasein zu erlangen(hier sind wieder die dreieckigen Blätter, die zum Himmel ragen der Hinweis dafür). Man verwendete für die Kränze jedoch nur die fünfeckigen Blätter, die in der Schwere des erdenhaften Daseins dem Menschen helfen sollen, ihm zu seiner wahren Aufgabe auf Erden zu führen. Um die Stirn gewunden, sollte er Vergiftungen, auch gedanklicher Art verhindern und den Menschen an seinen Ursprung erinnern.
Der Efeu in feinstofflicher Form kann also helfen, unsere schweren und dunklen Gedanken (Hinweis dafür ist der Störplatz als Standort) zu heben, um dahinter die Verblendung aufzudecken. Dazu braucht der Efeu seine ganze Kraft und sein Stamm schlängelt sich lianenförmig an andere Pflanzen gestützt nach oben, dem Licht entgegen.
Da der Efeu, wie auch viele andere Heilpflanzen zu den großen Mysterienpflanzen gehört, hat er die moderne Schulmedizin nie richtig überzeugt. Er wurde lediglich aufgrund seiner Wirkstoffe als Husten- und Asthmamittel gebraucht. Von der Heilwirkung des Efeu´s gilt zu berichten, dass er Saponine enthält, die eine Hemmwirkung auf Pilze haben und dass er antibiotische Eigenschaften hat. Auch Glykoside, organische Säuren und verschiedene Mineralien sind im Efeu enthalten.
Für die Homöopathie ist das Vorhandensein von Jod von großer Bedeutung. Dort wird es gegen Überfunktion der Schilddrüse eingesetzt, aber auch bei Schleimhautkatarren in den Nebenhölen und in Niedrigpotenzen (D3 und D6) gebraucht man Hedera auch hier bei Husten, Keuchhusten, Schnupfen oder Asthma. Innerlich wurde früher in der Volksheilkunde ein Tee aus den Blättern verabreicht, doch davon ist eher abzuraten, da eine Überdosierung leicht zu Reizungen der Schleimhäute führen kann. Außerdem gelten die ganz jungen Blätter und auch seine Früchte als leicht toxisch.
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