Die Eberesche, besser bekannt als die Vogelbeere gehört zu der Familie der Rosengewächse. Sie hat eine liebliche Erscheinung und jetzt im Herbst zieren die leuchtend roten Beeren den ganzen Baum. Die Vögel lieben diese Beeren und sorgen gleichzeitig für die Vermehrung der Eberesche, denn der kleine Same im Fruchtfleisch der Beere passiert unversehrt den Darmkanal der Vögel und wird so überall mit dem Kot ausgeschieden und „versäht" (daher rührt auch der Name „Vogelbeere").
Die Eberesche ist sehr anspruchslos und findet so auf fast jedem Boden Nahrung, doch am liebsten wächst sie am Waldrand. Mittlerweile haben wir sie in unsere Städte geholt, weil sie die Abgase aufgrund ihrer Robustheit besser aushält, als manch anderer Baum. Die Druiden haben sie als „Baum des Lebens" bezeichnet und ihr beschützende Kräfte zugeschrieben.
Die Vogelbeere und auch ihre Blätter und Blüten sind ein Heilmittel. Uns wurde noch von tödlichem Gift in den Beeren erzählt und tatsächlich, die Beeren roh genossen, verursachen Durchfall und Erbrechen. Das wird dem Inhaltstoff Parasorbinsäure zugeschrieben. Doch richtig zubereitet ist vor allem die Beere ein reines Heilmittel. Durch Kochen wird die Parasorbinsäure zerstört und andere Wirkstoffe treten in den Vordergrund, wie z. B. Apfelsäure, Vitamine, vor allem viel Vitamin C, Gerbstoffe, Pektin und Karotin.
Die Wirkungsweise der Beere hat sich nun umgedreht und aus der abführenden Wirkung im rohen Zustand ist jetzt eine stopfende und nährende Wirkung geworden.
Heilanwendungen:
Die Blüten werden in Rezepten als „Hustentrank" angegeben, zusammen mit Holunder, Thymian und Königskerze; die Blätter enthalten Gerbstoffe, die bei Durchfall und Magenverstimmungen gute Dienste leisten; die Beeren kann man trocknen und bei Heiserkeit kauen, oder daraus einen Tee zubereiten.
Die Vogelbeere hilft bei schmerzhafter Menstruation, wirkt regulierend, harntreibend, abführend und zusammenziehend und reguliert den hinteren Augendruck. Das ist auch der Grund, weshalb sie ein wichtiger Bestandteil in unserer Migränemischung ist.
(die Beeren sollen vorher mind. einmal den Frost erwischt haben, oder man nimmt sie und friert sie für ein paar Tage ein)
500 g Ebereschenbeeren
500 g Äpfel
375 g Zucker, 1 TL Zimt, etwas Kardamon
1 TL Agar-Agar (= Geliermittel)
Die abgezupften und gewaschenen Beeren über Nacht in Wasser einweichen, dem ein Schuss Essig zugeführt ist (dann ist es nicht so bitter). Am nächsten Morgen abseihen und die Beeren mit wenig Wasser kochen, bis sie aufspringen und dann durch ein Sieb passieren. Die gekochten Äpfel ebenfalls durch das Sieb drücken. Beides in einem Topf mischen, mit dem Zucker, den Gewürzen und dem Agar-Agar und kurz aufkochen. Noch heiß in Marmeladengläser abfüllen.
Die Marmelade passt auch gut zu Wild (da etwas bitter)!
Ich wünsche viel Spaß beim Zubereiten und guten Appetit und wie immer: Ausprobieren auf eiges Risiko.
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hatte letztes mal kissen und öle bestellt, aber ohne deine infoflyer bekommen, ich hätte gerne noch welche.
liebe grüße elisabeth